Bühnen­maler/in und -plastiker/in

Zahlreiche Theaterstücke, Filme und Musicals leben geradezu von ihren aufwendigen Bühnenmalereien. Wir denken da zum Beispiel an das Bühnenbild von dem Musical „Der König der Löwen“. Hier zieht der Sonnenuntergang in leuchtenden Farben jeden Blick auf sich. Das Anfertigen eines solch aufwändigen Bühnenbilds dauert manchmal zwar Wochen oder gar Monate, aber ohne diese künstlerische Gestaltung wären Musicals und Theaterstücke wahrscheinlich nur halb so schön anzusehen. Wenn du dabei helfen willst, dass das Bild auf der Bühne den Zuschauern auch in Zukunft den Atem raubt, solltest du unbedingt weiterlesen. Denn hier erfährst du alles, was es über die Ausbildung zum Bühnenmaler und Bühnenplastiker zu wissen gibt!

Was macht Bühnenmaler und Bühnenplastiker?

In diesem Beruf baust du Kulissen sowie Szenen- und Bühnenbilder, hauptsächlich für Stadt- und Staatstheater oder Opernhäuser. Passende Stellenangebote können dir auch Film- und Fernsehproduktionen bieten. Aber nicht nur bei der Ausstattung dieser offensichtlichen Bühnen bist du in diesem Beruf gefragt. Auch die eher unscheinbaren Bühnen des Alltags sind manchmal auf deine handwerkliche Unterstützung angewiesen. So statten Bühnenmaler und Bühnenplastiker manchmal sogar Messestände aus.

Was lernt man in der Ausbildung zum Bühnenmaler?

Während deiner Ausbildung wirst du auf all diese unterschiedlichen Einsatzgebiete vorbereitet: In deinen Ausbildungsrahmenplan gehören beispielsweise das Mischen von Farben, das Bemalen von Leinwänden, das Modellieren von Kunststoff und das Verkleiden von Drahtkonstruktionen, aus denen dann Figuren angefertigt werden. Als Bühnenmaler und Bühnenplastiker bist du jederzeit in ein Team aus Maskenbildner, Kostümbildner, Bühnenbildassistenten, Regisseuren und Schauspielern eingebunden – alles wichtige Theaterberufe. Du persönlich arbeitest aber am engsten mit dem Bühnenbildner zusammen. Denn der entwirft das Bühnenbild auf dem Papier und lässt dich als Bühnenmaler diese Entwürfe dann umsetzen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung zum Bühnenmaler und Bühnenplastiker ist dual aufgebaut. Das heißt, dass dir über deine Ausbildungsdauer von drei Jahren die Theorie in einer Berufsschule und die Praxis im Betrieb nähergebracht wird. Ausbildungsplätze finden angehende Bühnenmaler und Bühnenplastiker am häufigsten in den Werkstätten der Theater. Die Ausschreibung kann dann sogar über die Stadt erfolgen, zu der das Theater gehört. Manchmal bilden auch Malerateliers, Filmstudios oder Fernsehanstalten aus, die du bei Fernsehproduktionen unterstützt.

Im dritten Ausbildungsjahr spezialisierst du dich auf die Fachrichtung Malerei oder Plastik. Je nachdem, wie du dich entscheidest, vertiefst du dich in deinem letzten Jahr entweder auf die richtige Farbauswahl und das Bemalen von Requisiten oder auf das Bauen von Gegenständen aus Holz, Plastik und anderen Materialien.

Am Ende deiner Ausbildung legst du dann eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Um diese Abschlussprüfung zu bestehen, musst du mehr können als nur malen. Immerhin erwartet dich sowohl ein praktischer, als auch ein schriftlicher Teil. Geprüft wirst du in den Bereichen Gestaltung, Arbeitsplanung und -ausführung aber auch in Wirtschafts- und Sozialkunde. Eine mündliche Prüfung hingegen ist keine Pflichtvorgabe der Industrie- und Handelskammer, sondern kommt nur vor, wenn es schriftlich nicht ganz so gut gelaufen ist.

Was lernt man in der Berufsschule?

In der Berufsschule wird dir während deiner Ausbildung unter anderem beigebracht, wie man Raumkonzepte plant, Farben sinnvoll kombiniert und Skizzen malerisch umsetzt. Im Theater wendest du dann dein Wissen an und erstellst Arbeitsproben: Du übst etwa, wie man das Bühnenbild so aufbaut, dass den Schauspielern beim Schauspiel nicht der nötige Platz geraubt wird, oder wie man die menschliche Anatomie korrekt darstellt, damit du realistische Menschen für den Hintergrund malen kannst. Schließlich sollen deine Kulissen am Ende so überzeugend wie möglich aussehen – damit niemandem auffällt, dass der kostbare Marmorboden in Wirklichkeit bloß ein altes Spannbettlacken ist.

 

Quelle: www.ausbildung.de

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